Brettanomyces, wilde Biere

Wilde Biere

Wilde Biere sind gemischt vergorene Biere, zusätzlich zu Saccharomyces cerevisiae werden weitere Hefen und Bakterien eingesetzt. Typisch für wilde Biere ist die Verwendung von Brettanomyces-Kulturen, die zu ungewöhnlichen Aromen führen – oft erdig, animalisch, es können aber auch fruchtige Töne sein, oft auch durch die Zutaten wie Weintrauben und andere Früchte verstärkt.
Wilde Hefen können durch Spontanvergärung ins Bier gelangen, es gibt aber mittlerweile einige Hefelabors, die Brettanomyces und andere Kulturen anbieten. Der Terminus „wild“ ist aber nicht nur auf die Herkunft zu beziehen, sondern auch auf ihr Verhalten. Brettanomyces-Hefen wirken selbst in der Flasche weiter, sie erzeugen lebendige Biere, die sich im Lauf der Zeit immer wieder verändern. Es sind Biere, die sich der Normierung entziehen und von daher ungeeignet für die industrielle Produktion sind. Für diese wiederum ist Massenabsatz mittels Normierung und ein Marketing typisch, welches einen für die jeweilige Marke individuellen Geschmackseindruck kreiert. Für den Bier-Gourmand eröffnen wilde Biere neue Geschmackserlebnisse, die Grenzen zwischen Bier und Wein verwischen sich. Eine gelagerte Berliner Weiße hat oft weinähnlichen Charakter.

Hier einige Links zu Artikeln über wilde Biere:

Hopfenhelden Wilde Biere

Wild at Heart – American Wild Ales